Mein 3-Stan-Fazit - nun wieder auf Blogger
Mit ein wenig Verspätung komme ich nun zu meinem Fazit über meine ersten drei Stans. Ja, und jetzt wieder auf Blogger. Nach dem Urlaub kam nämlich von Wordpress die Mitteilung, ich hätte mein Datenlimit erreicht und könnte keine Bilder mehr hochladen. Hier geht das seit Jahren offenbar unbegrenzt. Deshalb habe ich nun in mühevoller Kleinarbeit alles wieder hierher kopiert. So, aber nun zum Fazit:
Alles in allem war es ein richtig tolle Reise in eine völlig neue Gegend mit wunderschöner Natur, freundlichen und hilfsbereiten Menschen und viel zum Anschauen. Sechs Wochen klingen nach sehr viel Zeit, ich bin trotzdem froh, mich auf nur drei der 5-Stans beschränkt zu haben. Alles andere („5-Stans-in-10-days“…) wird den Ländern definitiv nicht gerecht. Und so ist jetzt schon die Vorfreude auf die zwei fehlenden Länder riesig!
Beginnen wir chronologisch mit Kasachstan, dem neuntgrößten Land der Erde. In knapp zwei Wochen sieht man hier nicht allzu viel und doch reichte es für einige Highlights. Die Hauptstadt Astana kann man machen, muss man aber nicht. Eher so Dubai für Anfänger.
Almaty im bergigen Südosten ist
definitiv einige Tage wert, die Landschaft dort war die schönste der sechs
Wochen. Leider schaffte ich es nicht nach Mangistau am Kaspischen Meer ganz im
Westen, das muss nochmal was ganz Besonderes sein.
Kasachstan ist definitiv ein sehr fortschrittliches Land, fast auf mitteleuropäischem Standard, würde ich sagen. Bis auf das Klopapier zumindest. Kartenzahlung ist weiter verbreitet als bei uns, Englisch dafür weniger. Hier fährt man mit Russisch wirklich besser, aber im Zeitalter von Google Translate geht’s auch ohne. Die Reisekasse freut sich auch, Unterkünfte, Transport und Verpflegung sind wirklich gut und günstig. Die Nachtzüge sind ein Traum.
Für tolle Natur empfehle ich Kasachstan, für Kultur
definitiv Usbekistan. Hier reiht sich eine Stadt der alten Seidenstraße an die
nächste, wer Medressen und Moscheen mag, wird das Land lieben! Ein bisschen
schöne Natur gibt es auch, aber sie sollte nicht der Grund für eine Reise sein.
Ausnahme ist der traurige Rest des Aralsees. Den kann ich jedem nur ans Herz
legen. Die drei Tage dort waren richtig toll, stimmen aber auch wirklich
nachdenklich. Wenn die Zeit nicht für alles reicht, lieber eine Stadt weglassen
und sich wirklich die dreitägige Tour ab Nukus gönnen, in zwei Tagen wird es
anstrengend und man verpasst einige Highlights.
Usbekistan liegt im Standard vielleicht ein kleines bisschen hinter Kasachstan. Kartenzahlung geht nur teilweise, bei Unterkünften eher selten, und wenn, dann fast nie mit dem Handy. Auch die Nachtzüge sind eine Klasse schlechter, aber immer noch eine gute Art zu reisen, man muss allerdings einige Tage im Voraus buchen. Dafür ist Englisch weiter verbreitet und die touristische Infrastruktur, v.a. auf der klassischen Hauptroute richtig gut. Wie auch in Kasachstan ist das "russische Uber" Yandex sehr zu empfehlen, das funktioniert in allen größeren Städten.
Turkmenistan ist nun ein ganz besonderer Sonderfall. Das
Land zu bereisen hat durchaus seinen ganz eigenen Reiz und erfordert einiges an
Planung vorab. Dementsprechend überschaubar ist auch die Menge der Touristen
dort. Hauptgrund für die meisten – mich auch – ist definitiv der Krater,
einzigartig auf diesem Planeten. Der Rest ist (leider) nicht außergewöhnlich.
Außer vielleicht der präsidentiale Größenwahn, der sich in Ashgabat zeigt.
„Echte“ Menschen sieht man nur selten und kommt kaum ins Gespräch. Eine gewisse
Gehirnwäsche ist leider zu erkennen. Natur gibt es auch kaum, ein weiter Teil
des Landes ist Wüste.
Die touristische Infrastruktur ist gut, es geht ja eben auch
nur mit einer Tour und eigenem Fahrer. Die Straßen sind fern der Hauptstadt
eine Katastrophe und verdienen den Namen kaum. Ohne Bargeld kommt man hier
nicht mal an der Grenzkontrolle vorbei, Kreditkarten sind nichts weiter als ein
Stück Plastik.
Für alle drei Länder kann ich sagen, dass ihre Bewohner ausgesprochen herzlich und hilfsbereit sind. Abgesehen von Taxifahrern am Flughafen und ein paar Händlern auf dem Markt versucht niemand, einen abzuzocken. Kriminalität gegen Touristen ist auch nahezu unbekannt. Das Essen ist lecker, für Vegetarier aber nicht immer ganz einfach. Wenn man darüber wegsieht, dass da mal Fleisch im Reis war, kommt man aber gut durch 😉 Das Wetter im Sommer ist perfekt, wenn man es warm mag. Trocken und heiß fast überall. Der Regenschirm kam so gut wie nicht zum Einsatz, die Sonnencreme dafür schon.
Ich freue mich jedenfalls schon darauf, die beiden fehlenden Stans, also Kirgistan und Tadschikistan zu bereisen!
.jpg)
.jpg)


Comments
Post a Comment