25.08.25 - Gemütlicher Tag im Camp mit Kochkurs
Heute habe ich fast 10 Stunden geschlafen. Immer mal wachte ich von Rascheln auf, es war mein Wachhund, der sich vor meiner Jurte auf der Plastikplane umdrehte und nicht von mir wich.

Er heißt übrigens Bingo. Um halb 9 schälte ich mich schließlich aus meinem Bett und ging frühstücken, ähnlich wie gestern, nur dass dieses Mal alles direkt vor mir auf dem Tisch stand…

Zur Verdauung ging es dann nochmal eine Stunde ins Bett. Ich hatte überlegt, noch eine Runde zu laufen, entschied mich aber dagegen. Dafür nutzte ich den restlichen Vormittag dann tatsächlich sinnvoll und machte ein kleines bisschen Schulvorbereitung. Das macht in so einer Umgebung und im freien ja auch gleich viel mehr Spaß!


Um 1 hatte ich dann aber wirklich genug getan und Bingo und ich wechselten vom Büro an den Pool. Er blieb echt die ganze Zeit neben mir liegen. Natürlich brachte Guli mir auch wieder einen klitzekleinen Snack…

Heute wurde dann die wahrscheinlich letzte ernsthafte Chance zum Sonnen genutzt. Ach ja, ich bin hier übrigens in einem von zwei doppelten Binnenländern, denn selbst die Nachbarländer von Usbekistan sind noch Binnenländer. Das andere liegt in Europa, da kann man drauf kommen 😉 Und da es also kein Meer gibt, musste heute der Pool herhalten. Ich blieb bis kurz vor fünf hier.

Dann zog ich mich an und begab mich zu Guli in die Küche, denn sie bietet auch Kochkurse an. Auf dem Plan standen Plov, das ich am ersten Tag so lecker fand, und eine Gemüsesuppe. Schritt für Schritt hantierten wir gemeinsam, wobei Karotten schneiden mit nicht scharfen Messern schon echt eine Herausforderung ist. Nun erklärte sich auch, warum es Plov quasi nie als vegetarisch gibt, denn das Fleisch kommt schon als zweites nach Unmengen Öl (und wir haben mit weniger gearbeitet als gewöhnlich) und Zwiebeln in den Topf. Da ich Rauspicken ja seit frühster Kindheit beherrsche und damit auch bis heute leben kann, war das für mich auch kein Problem.

Nachdem Suppe und Plov fröhlich vor sich hin kochten, machten wir auch noch einen Kuchen aus Biskuit mit Banane und Vanillecreme und begossen frittierte Auberginen mit einer Soße aus Tomate und Knoblauch. Der ist hier definitiv Grundnahrungsmittel.

Als alles fertig war, wurde ich entlassen und ging duschen. Danach setzte ich mich mit einem Bier nach draußen und schrieb Blog, bevor ich zum Abendessen ging.

Heute durfte ich mit der Köchin gemeinsam speisen 😉

Es war wieder super lecker und natürlich viel zu viel. Jetzt um halb 9 sitze ich draußen, verdaue und schreibe Blog, der Kuchen will auch noch gegessen werden. Bingo liegt mal wieder unter mir und möchte gestreichelt werden. Tatsächlich haart der sich recht wenig und im Freien merke ich auch nix von der Allergie…
Währenddessen wartet Guli noch darauf, dass sich die zwei anderen Gäste, die heute kamen, zum Abendessen bequemen. Ist schon ein langer Arbeitstag für sie, sie muss dann noch aufwaschen und morgen in aller Früh schon wieder zum Frühstück bereitstehen. Ich muss heute nur noch irgendwie den Kuchen reinbekommen und dann ins Bett fallen.
So und nun für alle, die schon gefragt haben:
Plov
- 1 große Zwiebel in halben Ringen
- 1 kg Karotten in dünnen Streifen
- Fleisch (Rind, Lamm, wer’s braucht)
- 2 Schöpfkellen (ja!) Öl
- 1 kg Reis
- 1 Knoblauchknolle am Stück ungeschält
- Plov-Gewürzmischung, bestehend aus: Kurkuma, ganzer Pfeffer, Kümmel, Kreuzkümmel, Berberitze, Knoblauch, Chili, Salz (lässt sich sicher auch so zusammenbauen…
- 1 Handvoll Mini-Rosinen
- 1 Handvoll Kichererbsen
Öl im großen Topf erhitzen, Zwiebeln dazu und anbraten bis sie hellbraun werden. Dann Fleisch rein (ich bin ja ein pflegeleichter Vegetarier und pule es am Ende wieder raus) und ebenfalls anbraten (ca. 10 Minuten sicher). Dann die Karotten dazu, weitere 10 Minuten brutzeln. Gewürze, Kichererbsen und Rosinen dazu und die Knoblauchknolle und Wasser (oder Brühe) rein, dann 1h (mindestens) vor sich hin köcheln lassen.
In der Zwischenzeit wird der Reis in fast kochendem Wasser eingeweicht und gart schon mal vor. Diesen dann abtropfen lassen und oben auf das andere Zeug drauf packen und nur leicht unterheben ohne richtig rühren. Der Reis bleibt also oben und das Fleisch unten (läuft doch). Dann dauert es 20 Minuten, immer mal wieder oben umrühren, evtl. Hitze reduzieren (bisher war das eher Vollgas) und Deckel drauf. Mit einem Holzstäbchen immer Luftlöcher reinpulen und kucken, wie viel Flüssigkeit noch unten ist. Wenn die Konsistenz fester und der Reis weicher wird, die Masse von der Topfwand lösen und zu einem Hügel auftürmen und nochmal 20 Minuten mit Deckel bei schwacher Hitze stehen lassen. Und das wars dann wohl… Ob das beim Nachkochen daheim dann auch so schmeckt, werden wir sehen…
Hier die Bilder aus dem Topf:





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