22.08.25 - Faul nach und in Taschkent
Hab ich gestern Mittag noch am Telefon erzählt, dass ich noch kaum eine Mücke gesehen hatte, kamen sie am Abend dann ganz zahlreich zu Besuch. Hab dann sogar nachts Moskitomittel geschmiert, da wir mit offenem Fenster geschlafen haben. War kuschelig warm aber schöner als mit AC 😉 Heute früh bin ich um Viertel 7 aufgestanden, hab mich fertig gemacht und los gings zum Bahnhof.

Kurz vor 7 kam der Zug und die nächsten 5,5h verbrachte ich ganz gemütlich mit Hörbuch, Dösen und ein bisschen Sudoku. Ohne Schulklasse, dafür aber mit der eigentlich echt traurigen, aber hier typischen Kinderbespaßung. Hab schon mehrere Babys gesehen, denen das Handy mit irgendeinem Bullshit-Video 10cm vor die Nase gehalten wurde. Heute war es dann der Zweijährige mit dem Tablet, auf dem er irgendein (Kinder-)Autorennspiel gespielt hat. Mit Windel und Schnuller im Mund... Wobei das traurigste eigentlich war, dass er gar nicht den Eindruck machte, spielen zu wollen. Nach jedem Level kuckte er aus dem Fenster oder turnte auf dem Sitz rum – was neugierige Kinder halt so machen – aber die Mutter hat ihn immer wieder ans Tablet gezogen und das nächste Level gestartet… Echt krass.
Um halb 1 (tatsächlich mit ein paar Minuten Verspätung) kamen wir an. Ich musste nur zweimal umfallen und war in meinem Hostel, denn das liegt echt direkt im Bahnhofsgebäude. Nicht leicht zu finden, aber in einer Bewertung steht eine Wegbeschreibung. Ich konnte auch direkt einchecken und wurde in einen 10er-Mädels-Dorm gebracht, in dem aber bisher nur ein anderes Bett belegt ist. Der Dorm ist top ausgestattet und blitzblank sauber, man braucht nicht mal Flipflops, um aufs Klo zu gehen.


Ich richtete mich ein, zog mich luftiger an und ging auf der Suche nach Koffein wieder los.

Die Fressmeile, die ich schon kenne hier, ist auch nur gut 10 Minuten entfernt, hier bin ich einfach auf der anderen Seite davon. Dort gab es dann auch einen Cappu und dazu noch einen Smoothie.

Gestärkt ging es dann ein ganzes Stück weiter zum nächsten großen Supermarkt. Die nächsten drei Nächte bin ich in einem Jurten-Camp im Nirgendwo, das bietet komplette Verpflegung, aber da ich eigentlich nie 3x täglich richtig groß esse, hab ich mal meine Vorräte – auch zum Wandern oder was auch immer – aufgestockt. Nüsse, Cashews, Rosinen, Brot und Käse für die Fahrt morgen und etwas Obst. Zurück fuhr ich dann mit dem Bus.

Wieder im Hostel folgte ich meinem faulen Tagesprogramm, bastelte mein letztes Fotobuch fertig und machte nix groß. Gegen halb 6 zog ich dann nochmal in die Fressmeile los, Abendessen musste her. Ich hatte mir fest vorgenommen, dass es Pasta werden soll, hat nicht geklappt. Aber die Pizza war echt richtig lecker!!!

Nach einem kleinen Verdauungsspaziergang war ich zurück in meinem – im Moment komplett leeren Dorm. Ich duschte und schreibe jetzt einen fast inhaltslosen Blog… Mal sehen, hier ist es natürlich schon möglich, dass nachts noch ein paar Leute reinschneien.
Morgen geht es dann um dreiviertel 9 aus dem Bett auf den Bahnsteig und gut 2h nach Jizzah. Von dort aus dann weiter mit Sammeltaxi und echtem Taxi zum Jurtencamp. Mal sehen, es macht einen supertollen Eindruck, das Wlan soll auch gut sein, ansonsten merkt ihr das schon, wenn ich mich nicht melde 😉
Dann hoffe ich noch, dass heute der ganze Blog auftaucht. Wer sich gestern gewundert hat, ich komme mit Wordpress noch nicht so ganz klar. Inzwischen ist aber auch der gestrige Tag vollständig!
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