17.08.25 - Gemütlicher Tag in Taschkent
Die zweite Nacht hier war schon angenehmer, heute ging die AC etwas besser und die Steindecke war nicht zu dick. Aber irgendwie herrschte ein Kommen und Gehen und nicht jeder weiß, wie man sich da nachts in einem Dorm verhält… 😏 Heute früh war ich aber doch recht gut ausgeschlafen. Ich stand gegen halb 9 auf und machte mich fertig. Heute gab es immerhin zuckerfreien Toast und Margarine zur Melone. Gegen halb 10 startete ich dann in den Tag. Auf dem Weg gönnte ich mir einen Cappu, leider war mein „Zum Hiertrinken“ wohl unverständlich…

Dann lief und fuhr ich kreuz und quer durch die Stadt. Hier wird überall gebaut, auch sonntags macht man da keine Ausnahme.

Zunächst ging es Dank eines Caches zum Pushkin-Denkmal. Gerade gegoogelt, der Dichter musste seinen guten Namen also tatsächlich für den Vodka hergeben!

Ich verbrachte eine Weile in seinem Park, dann lief ich zur nächsten Bushaltestelle. Dort sollten eigentlich gleich drei Busse in meine Richtung abfahren, doch auch nach 20 Minuten kam keiner von ihnen, nur viele andere. Ich entschied mich, mein Glück an der nächsten Haltestelle zu versuchen, und Tatsache, da kamen zwei nacheinander aus der falschen Straße. Scheinbar eine Umleitung, von der weder die Haltestelle noch die App etwas wusste.

Ich stieg an der orthodoxen Kathedrale wurde auf Sicherheitsmängel kontrolliert und dann hieß es, ich dürfte nicht rein, nur außenrum kucken! Fand ich dann schon lustig, in die Moschee durfte ich selbst während der Gebetszeit und in einer Kirche verwehrt man mir den Eintritt? Interessant!

Die Türen standen offen, innen war zwar eine Art Gottesdienst, aber es liefen ständig Leute rein und raus. Nur ich sollte draußen bleiben… Ich mischte mich einfach unter die Menge und warf auch einen Blick nach innen. Mich hat kein Blitz getroffen, so schlimm kanns also nicht gewesen sein!

Über zwei weitere Caches näherte ich mich dann dem Bahnhof. Mit der Metro gings weiter zur Kosmonautenstation.

Dort in der Nähe steuerte ich mal wieder ein Café an. Hier gabs zum Cappu Granola mit Joghurt und eineinhalb Erdbeeren drin. Hatte ich mir fruchtiger vorgestellt, aber ok. Zahlen konnte ich hier mal wieder nur bar, ganz anders als in Kasachstan scheint hier wirklich noch Cash King zu sein. Und wenn man mit Karte zahlen kann, dann meist auch nur mit der echten und nicht übers Handy.

Zu Fuß gings dann ein Stückchen weiter durch die Gegend. Vorbei am Konzerthaus und mal wieder zum Hotel Usbekistan.

Unser Guide gestern meinte, das Restaurant oben sei ganz nett und die Aussicht wäre toll. Vor dem Hotel standen einige Reisebusse, das Hotel selbst war voll mit Fußballmannschaften, scheint, als gäbe es hier in den nächsten Tagen irgendein Turnier, jedenfalls checkten die gerade alle ein. Ich fuhr mit dem Aufzug ganz hoch und noch ne Treppe höher stand ich im Restaurant. Oder so ähnlich. Atmosphäre Wartesaal im Bahnhof. Eigentlich auch nur eine Bar ohne Restaurant. Leicht dreckige Fenster, Aussicht ok. Ich machte ein Foto und war wieder weg, so hatte ich mir das nicht vorgestellt.

Stattdessen setzte ich mich lieber noch eine Runde in den Park und genoss das schöne Wetter. Gegen halb 5 überkam mich aber eine großer Hunger und ich fuhr zurück in die Straße, wo ich vorgestern essen war. Da hatte ich eine Speisekarte gesehen, die für Veggie eigene grüne Symbole hatte, ein gutes Zeichen! Ich bestellte als Vorspeise eine Blätterteigtasche mit Käse und dann einen Gemüse-Schaschlikspieß und Brot dazu. Das Brot war leider der Reinfall, der Rest war lecker.

Dann lief ich wieder ins Hostel. Ein ziemlich fauler Tag schon wieder 😉 Im Dorm packte ich ein bisschen um, morgen geht’s für eine Nacht auf eigene Faust nach Chimgan, gut eine Stunde von hier in den Bergen gelegen. Dazu nehme ich nur den kleinen Rucksack mit. Und auch kein Notebook, Blog gibt’s evtl. übers Handy oder erst übermorgen Abend.
Jetzt sitze ich wieder in meinem gemütlichen Eckchen von gestern und tippe fleißig. Und kucke nebenher nach Optionen für die nächsten Sachen, die ich machen will. Bisschen Recherche nötig, wenn man von der Hauptroute abbiegen will…
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