Heute Nacht hab ich tief und fest geschlummert. Ab 7 etwa war ich wach, blieb aber bis neun etwa ganz faul. Ich wollte den Tag nämlich mal ganz relaxed angehen ohne straffes Programm. Dann machte ich mich ganz gemütlich fertig, schnappte mir mein Notebook und ging ins Café nebenan bzw. an einen Tisch davor, wo ich den gestrigen Blog bei einem großen Cappuccino schrieb. Danach wurde noch ein bisschen organisatorischer Kram erledigt und so war es schon 11, als ich wirklich loszog.
Zunächst ging es mit dem Bus ins Zentrum, wo ich an der städtischen Seilbahn ausstieg. Dort erledigte ich schnell zwei Caches, dann ging ich zur Seilbahn.
Die kostet exakt soviel wie die in Shymbulak, fährt aber keine 10 Minuten hoch… Ich beschloss, dass da One-Way reichen muss und bestieg dann ganz alleine eine Kabine.
Mit schöner Aussicht auf die Stadt ging es auf den Hausberg von Almaty, den Köktöbe. Kasachisch ist mit dem Türkischen verwandt, deswegen kennen die hier auch Ü und Ö.
Oben angekommen ging es zu wie auf dem Rummel. Nein, ich war auf dem Rummel und wurde direkt von einem Fotografen empfangen, der mich beim Aussteigen knipste. Ja, genau, so ein Foto brauch ich ganz dringend!
Hm, irgendwie hatte ich mir neben dem ganzen Rummel hier etwas mehr Natur erhofft, aber es gibt wirklich nur diese ganzen Freizeitparkaktivitäten. Selbst ein wirklich schöner Aussichtspunkt in Richtung Berge fehlt völlig.
So lief ich einmal durch die Anlage, ließ mich mit den Beatles fotografieren und war nach einer halben Stunde eigentlich wieder bereit zum Abflug.
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Ich nahm den einzig existenten Fußweg, der von erstaunlich vielen Leuten genutzt wurde, auch raufwärts. Er führte für mich in die falsche Richtung, endete aber zumindest direkt an einer Bushaltestelle, wo mich ein Bus zurück zum Ausgangspunkt brachte.
Inzwischen war es schon nach 1 und ich hatte einen kleinen Hunger. Ich fand ein Restaurant mit Terrasse im 1. Stock, wo ich ein paar ravioliähnliche Teigtaschen futterte. Gestärkt wollte ich nun zum Bus, doch auf der nächsten Kreuzung herrschte Krieg. Die Ampel war ausgefallen und Autos aus vier Richtungen auf mindestens 12 Spuren versuchten gleichzeitig, über sie hinwegzukommen. Nachgeben ist hier im Verkehr ein Fremdwort! Selbst Krankenwagen steckten komplett fest und hatten keine Chance weiterzukommen. Zu Fuß kam ich prima durch – stand ja alles. Da mein Bus auch durch dieses Chaos musste, entschied ich mich direkt noch für einen Kaffee, ganz nett, fast im Grünen.
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Eine halbe Stunde später probierte ich dann mein Glück und Tatsache, auch der Bus kam kurz darauf. Es ging nur langsam vorwärts, der Verkehr hier ist einfach immer die Hölle. Vorbei am Hostel und dorthin, wo ich gestern umgestiegen bin. Ich wollte nämlich noch in den Park des 1. Präsidenten. Vermutlich war der so eine Mischung aus Trump und Putin… Allein der Eingang zum Park spricht Bände.
Ich hatte aber mehr einen Multicache im Sinn, der mich einmal durch den echt großen Park brachte. Ganz am Ende gab es auch einen schönen Aussichtspunkt mit Blick auf die Berge. Ich hatte heute alles richtig gemacht, dort hingen ziemlich dicke Wolken drin.
Nach einer kleinen Lesepause auf einer Bank machte ich mich gegen fünf wieder auf den Rückweg. Auf Futtersuche hatte ich auf Google einen lecker aussehenden Italiener entdeckt, allerdings mitten in einer Shopping Mall. Aber was solls. Und ich sollte belohnt werden, das Restaurant war das einzige von vielen, das einen Balkon hatte und das sogar mit Bergblick.
Eigentlich wollte ich Pasta, aber die Pizza sah zu lecker aus und so gab es eine mit Burrata, getrockneten Tomaten, Pesto und Rucola. War auch echt lecker!
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Satt und zufrieden suchte ich die nächste Haltestelle meines Lieblingsbusses und der brachte mich wieder zurück zum Hostel. Dort ging es erstmal in die Dusche, danach packte ich meine Sachen in die beiden Rucksäcke. Morgen geht es für zwei Tage auf eine Tour Richtung Osten zu zwei tollen Seen und Canyons. Da muss ich schon um 7 am Treffpunkt stehen. Und da am Sonntag dieses Hostel ja leider schon ausgebucht war, muss auch der große Rucksack mit. Scheint aber ein großer Bus zu sein, von daher hoffe ich mal, dass das kein Problem ist. Für Sonntag hab ich mir dann ein Hostel recht nah am Bahnhof gebucht, wo ich Montagabend weiterfahre.
Morgen gibt es also höchstwahrscheinlich keinen Blog, frühestens Sonntag, wobei wir da auch erst gegen 8 zurück sein werden. Also eher erst Montag früh, da muss ich sowieso Wäschewaschen und die Zeit kann ich dann gut nutzen…
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